Wir haben´s in der Hand

1972 hat der Club of Rome mit seinem Bericht "Die Grenzen des Wachstums" zum ersten mal das Wirtschaftswachstum als zentralen Handlungsmaßstab der Industrienationen in Frage gestellt und auf die Gefährdung der natürlichen Lebensgrundlagen dadurch hingewiesen.

Vier Jahrzehnte später wagt er nun mit dem Bericht "2052: Eine globale Vorhersage für die nächsten 40 Jahre" einen Blick in die Zukunft.  Der Bericht selbst erscheint im Juni 2012, bereits jetzt wurde er in Rotterdam präsentiert.

Wiederum warnt er vor den Folgen eines Wirtschaftens, das immer noch ohne Blick für die natürlichen Lebensgrundlagen geschieht. Die Autoren werden wie folgt von den Medien zitiert: "Die Menschheit hat die Ressourcen der Erde ausgereizt und wir werden in einigen Fällen schon vor 2052 einen örtlichen Kollaps erleben". Den sich dynamisierenden Klimawandel sehen die Autoren als zentrale Herausforderung und zeichnen hier ein eher düsteres Bild: "Das Ausbleiben von engagierten und konsequenten Reaktionen der Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts wird die Welt in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts auf einen gefährlichen Pfad der sich selbst verstärkenden globalen Erwärmung bringen." Diese Erwärmung werde sich mit Überflutungen,  Dürren, Stürmen und weiterer Methanentweichung aus der auftauenden Tundra bemerkbar machen.

Der Club of Rome möchte mit diesem Szenario wachrütteln. Als Handlungsmotivation für die Allgemeinheit dient dieser Ansatz allerdings nicht. Denn viele Menschen sind anhand der kolossalen Umweltveränderungen eher entmutigt und erkennen dadurch ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten nicht mehr.

Doch diese gibt es, da jeder Mensch jeden Tag durch viele seiner Handlungen den Klimawandel beeinflußt. Verstärkend, wenn er mit Öl heizt, Auto fährt oder eine Flugreise unternimmt. Mildernd, wenn er in erneuerbare Energien investiert, sein Haus energetisch saniert oder sich energesparende Haushaltsgeräte zulegt. All diese Entscheidungen wirken sich in ihrer Masse auf die klimatischen Veränderungen aus.  Wenn also sehr viele Menschen eine scheinbar kleine Veränderung vornehmen, z.B. den Austausch ihrer Lampen gegen LED-Leuchten oder den Wechsel auf Ökostrom, dann potenziert sich deren Wirkung auf einen durchaus beachtlichen Effekt. Grundlage dieser kleinen Entscheidungen ist zunächst schlicht der Bruch mit Gewohnheiten. Denn "Business as usual" ist keine Option, wenn wir wollen, dass unsere Enkelkinder auf einem zukunftsfähigen und gerechten Planeten leben.

Für die passende Reaktion auf die Warnungen des Club of Rome braucht es also Menschen, die ihre persönliche Verantwortung für den Klimawandel erkennen und ihre Einflußmöglichkeiten darauf wahrnehmen. Es braucht sozusagen Klimamenschen. Personen, die nicht erstarren vor all den Klimaszenarien, sondern die den Klimawandel leben und gestalten. Genau dazu fordert ein Autor des Berichts "2052" in seinem Schlussstatement auf: "Bitte helft, meine Vorhersage falsch werden zu lassen. Zusammen können wir eine viel bessere Welt schaffen." Ein weiterer Autor rechnet damit, dass durch ein Aufbegehren der jungen Generation gegen die Umweltbelastungen des alten Systems ab 2020 die Konsumkultur nachhaltigerem Wirtschaften weichen werde.

Genau hier setzt KLIMAMENSCH an: Wir informieren  über die Auswirkungen des Konsumverhaltens auf unser Klima und machen gleichzeitig Ansprechpartner und Produkte zugänglich, mit denen jeder Einzelne konkrete Handlungsoptionen erhält, um seinen Einfluß auf den Klimawandel in eine konstruktive Richtung zu lenken. Wenn Menschen sich mit diesen neuen Techniken beschäftigen und deren Vorteile erkennen, verändern sie den Blick auf die Dinge. Der abstrakte Begriff Nachhaltigkeit bekommt plötzlich ein Gesicht und zeigt einen Ausweg aus der vom Club of Rome kritisierten einseitigen Fokusierung auf die finanzielle Rendite:

"In der Berechnung des Bruttoinlandsproduktes fehlten Vermögenswerte der Umwelt wie Wasserressourcen, Bodenfruchtbarkeit, Lebensqualität und stabiles Klima. Kurz: Die Gewinnberechnung müsse sich ändern." Der Club of Rome fordert also einen Wandel des "Homo Oeconomicus" hin zu einem Menschen, der die natürlichen Kreisläufe und das Klima bewußt in seine wirtschaftlichen Überlegungen und Kaufentscheidungen miteinbezieht. Je mehr Menschen sich als  solche Klimamenschen verstehen, desto kraftvoller können jetzt die Weichen neu gestellt werden, zum Wohle aller und zum Wohle der Natur.

Aus diesem Grund sagen wir, die Betreiber von KLIMAMENSCH:

"Ich bin ein Klimamensch, weil ich den Klimawandel als Chance sehe, sich durch konsequentes Handeln wieder mit der Natur zu versöhnen."
Johannes Schindler

"Ich bin ein Klimamensch, da ich durch eine nachhaltige und klimabewusste Lebensweise Verantwortung für die Zukunft meiner Kinder übernommen habe. Dies hat sich bereits mit ansprechender Lebensqualität und geringeren Kosten ausgezahlt. Mein Wunsch ist, dass es möglichst vielen Menschen gelingen wird, diese große Chance für sich und für uns alle zu begreifen."
Andreas E.

Alle Zitate sind folgendem Focus-Online-Artikel entnommen: www.focus.de/finanzen/news/tid-25732/krisebericht-fuer-2052-club-of-rome-sagt-duestere-zukunft-voraus_aid_748789.html

 

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